Kirche Schlüsselburg

Ev. Pfarrkirche aus der Renaissancezeit

Kirche Schlüsselburg

Die Kirche zu Schlüsselburg wurde im Jahre 1585 als massiver Saalbau unter einem Steindach aus Sollingplatten mit niedrigem Westturm errichtet. In zahlreichen Renovierungen wurde im Laufe der Jahrhunderte das Innere der Schlüsselburger Kirche erheblich verändert.

Die ältesten und kostbarsten Teile der Einrichtung, die der Erbauungszeit der Kirche und den nachfolgenden Jahrzehnten entstammen, haben die Stürme der Zeit jedoch heil überstanden:
Der Flügelaltar aus dem Jahr 1627 ist wohl einer testamentarischen Stiftung des Drosten Ludolf Klencke und seiner Ehefrau Sophia v. Salder zu verdanken. Die Tafeln zeigen auf dem linken Teil die Geburt, auf dem Mittelteil die Kreuzigung und auf dem rechten Teil die Auferstehung Christi. Der Altar wird bekrönt durch einen weiteren Aufsatz, der den Sündenfall darstellt.
Die Kanzel ist eine Stiftung des Drosten Clamor v.d. Bussche und seiner Frau Anna Lucia v. Münchhausen aus dem Jahre 1676, wie aus der Inschrift am Schalldeckel hervorgeht. Die Treppenverkleidungen zeigen die Apostel Petrus und Paulus, die Füllungen des Kanzelkorbes die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas. Das Bild des Evangelisten Johannes ist der Renovierung im Jahre 1921 zum Opfer gefallen. Die achteckige, kelchförmige Sandsteintaufe und die dazugehörige Taufschale wurden, wie die Inschrift auf dem Rand der Taufschale zeigt, im Jahre 1587 durch Sophia v. Salder gestiftet.
Besonders bemerkenswert ist das großartige hölzerne Epitaph des Ludolf Klencke und seiner Frau Sophia v. Salder, eine Arbeit der Hildesheimer Bildschnitzer Ebert Wolff Vater und Sohn etwa aus dem Jahre 1588. Im Mittelpunkt des Werkes steht eine Darstellung der Auferstehung Christi, die in einer Kombination von Flach- und Hochrelief gestaltet ist.
Beiderseits des Mittelteils finden sich gemalte Portraits der Stifter. Die Grabplatten des Ehepaars mit lebensgroßer Abbildung der Verstorbenen stehen heute hinter dem Altar. Außerhalb der Kirche sind zwei heute nicht mehr benutzte Stahlglocken aus dem Jahre 1921 zu sehen, für deren Anschaffung seinerzeit die "Margarethenglocke" der Kirche aus dem Jahre 1541 geopfert wurde. Heute befindet sich im Turm ein Dreiergeläut, das im Jahr 1974 gegossen wurde.

(Bernd-Wilhelm Linnemeier, Beiträge zur Geschichte von Flecken und Kirchspiel Schlüsselburg)


Öffnungszeiten

Gottesdienst So. 09.30 Uhr in Wasserstraße


Kontakt

Kirche Schlüsselburg
Vorburg 33
32469 Petershagen

05761 2188
Kirche-schluesselburg@t-online.de
www.schluesselburger.de


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